Bestattung / Beisetzung

Informationen zu Bestattung / Beisetzung


ruler01.jpg

Bundesrecht:

§ 29 PSTGAVO Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes


Länderrecht:

Bestattungsgesetze der Bundesländer


ruler01.jpg

Bestattungsarten


Es gibt verschiedene Bestattungsarten.
Die hierzulande gebräuchlichsten sind die Erdbestattung und die Feuerbestattung.

Erdbestattung (Inhumation)


Hierbei wird der Verstorbene i. d. R. in einem Sarg in der Erde beigesetzt.
In Deutschland ist es die traditionelle Bestattungsart.
Hier besteht Friedhofszwang, d. h. die Bestattung muss auf einem Friedhof durchgeführt werden.

Feuerbestattung (Kremation)


Hierbei wird der Körper in einem Krematorium eingeäschert. Die Asche wird in einer Urne beigesetzt.
Hierfür ist in Deutschland eine gesonderte Genehmigung erforderlich:
Der Amtsarzt (Gesundheitsamt) muss bestätigen, dass an der (natürlichen) Todesursache kein Zweifel besteht (sog. "Unbedenklichkeitsbescheinigung").
Für die Totenasche besteht in Deutschland ebenfalls Bestattungspflicht (Friedhofszwang / nachweisliche Beisetzung auf See).
Auch bei einer Feuerbestattung wird ein Sarg benötigt.




Beisetzungsarten

Je nach Art der Bestattung sind verschiedene Beisetzungsarten möglich:

 

bei einer Erdbestattung

auf dem Friedhof Wahlgrabstelle / Wahlgrab / Wahlgrabstätte
  • Einzel- oder Doppelgrabstelle (ein- oder mehrstellige Grabstätten)
  • wird (von Angehörigen) ausgewählt
  • individuelle Auswahl z. B. der Lage ist möglich
  • eine Verlängerung des Nutzungsrechts am Ende der Ruhefrist ist möglich
auf dem Friedhof
Reihengrabstelle / Reihengrab / Reihengrabstätte
  • Einzelgrab: Beisetzung eines einzelnen Verstorbenen (eines Sarges)
  • wird vom Friedhof zugewiesen:
  • die Belegung erfolgt der Reihe (zeitlich und örtlich) nach (in geschlossenen Grabfelder)
  • individuelle Auswahl z. B. der Lage ist nicht möglich
  • eine Verlängerung des festgelegten Nutzungsrechts (Grabnutzung) am Ende der Ruhefrist ist nicht möglich (nicht zulässig)
  • ist preisgünstiger als Wahlgrab
auf dem Friedhof
Anonyme Grabstätte / namenlose Bestattung
  • Reihengrabstätten:
  • Rasengräber
  • Angehörigen dürfen der Beisetzung (meist) nicht beiwohnen
  • kein Grabstein
  • kein Hinweis auf den Namen des Verstorbenen
  • teilweise:
    Aufstellung eines Gedenksteins für das gesamte Grabfeld
  • Pflege durch die Friedhofsverwaltung
  • eine Verlängerung des festgelegten Nutzungsrechts (Grabnutzung) am Ende der Ruhefrist ist nicht möglich (nicht zulässig)
auf dem Friedhof
Rasenreihenstelle / Rasenreihengrab
  • Alternative zur anonymen Bestattung
  • (zumeist) Gemeinschaftsgrabfelder mit Grabkennzeichnung
  • Reihengrabstätte / Rasengräber
  • einzelne Grabstätten mit Platz für einen Sarg
  • teilweise:
    Möglichkeit eines kleinen Grabsteins
  • teilweise:
    Möglichkeit einer (kleinen) Platte zur Kennzeichnung, ggf. mit Inschrift (Name und Daten),
    ggf. als Trittplatte
  • teilweise:
    Inschrift auf zentralem Denkmal
  • individuelle Auswahl z. B. der Lage ist nicht möglich
  • Angehörigen dürfen der Beisetzung beiwohnen
  • teilweise:
    Möglichkeit der individuellen Bepflanzung (eigene Pflege)
  • teilweise:
    Graseinsaat, Wiese entsteht (Grabpflege entfällt; durch Friedhof)
  • teilweise:
    Möglichkeit der Ablage von Blumen auf einzelnen Grabstellen oder an speziellen zentralen Stellen
  • teilweise:
    Einmalige Verlängerung möglich (Friedhofssatzung)
  • kostengünstig
     
   

bei einer Feuerbestattung

auf dem Friedhof 
Urnenwahlgrabstelle / Urnenwahlgrab / Urnenwahlgrabstätte
  • Einzel- oder Doppelgrabstelle (ein- oder mehrstellige Grabstätten)
  • wird (von Angehörigen) ausgewählt
  • individuelle Auswahl z. B. der Lage ist möglich
  • eine Verlängerung des Nutzungsrechts am Ende der Ruhefrist ist möglich
auf dem Friedhof 
Urnenreihengrabstelle / Urnenreihengrab / Urnenreihengrabstätte
  • Einzelgrab: Beisetzung eines einzelnen Verstorbenen (Beisetzung einer Urne)
  • wird vom Friedhof zugewiesen:
  • die Belegung erfolgt der Reihe (zeitlich und örtlich) nach (in geschlossenen Grabfelder)
  • individuelle Auswahl z. B. der Lage ist nicht möglich
  • eine Verlängerung des festgelegten Nutzungsrechts (Grabnutzung) am Ende der Ruhefrist ist nicht möglich (nicht zulässig)
  • ist preisgünstiger als Wahlgrab
auf dem Friedhof
Anonyme Grabstätte / namenlose Bestattung
  • Urnengemeinschaftsanlage
  • Reihengrabstätten:
  • Rasengräber
  • Angehörige dürfen der Beisetzung (meist) nicht beiwohnen
  • Trauerfeier ist möglich
  • kein Grabstein
  • keine Kennzeichnung / kein Hinweis auf den Namen des Verstorbenen
  • teilweise:
    Aufstellung eines Gedenksteins für das gesamte Grabfeld
  • Pflege durch die Friedhofsverwaltung
  • eine Verlängerung des festgelegten Nutzungsrechts (Grabnutzung) am Ende der Ruhefrist ist nicht möglich (nicht zulässig)
auf dem Friedhof
Rasenreihenstelle / Rasenreihengrab
  • Alternative zur anonymen Bestattung
  • (zumeist) Gemeinschaftsgrabfelder mit Grabkennzeichnung
  • Reihengrabstätte / Rasengräber
  • einzelne Grabstätten mit Platz für (ein oder) zwei Urnen
  • teilweise:
    Möglichkeit eines kleinen Grabsteins
  • teilweise:
    Möglichkeit einer (kleinen) Platte zur Kennzeichnung, ggf. mit Inschrift (Name und Daten),
    ggf. als Trittplatte
  • teilweise:
    Inschrift auf zentralem Denkmal
  • individuelle Auswahl z. B. der Lage ist nicht möglich
  • Angehörigen dürfen der Beisetzung beiwohnen
  • teilweise:
    Möglichkeit der individuellen Bepflanzung (eigene Pflege)
  • teilweise:
    Graseinsaat, Wiese entsteht (Grabpflege entfällt; durch Friedhof)
  • teilweise:
    Möglichkeit der Ablage von Blumen auf einzelnen Grabstellen oder an speziellen zentralen Stellen
  • teilweise:
    Einmalige Verlängerung möglich (Friedhofssatzung)
  • kostengünstig
auf dem Friedhof
 
Urnennischenwände / Kolumbarien / Urnenwandfach / Columbarium
  • oberirdische Grabkammern mit (gleichartigen) Wandnischen
  • zur Unterbringung/Aufbewahrung von Urnen
  • Platz für ein oder zwei Urnen
  • können mit (individuell mit dem Namen) beschrifteten Glas- oder Steinplatten verschlossen werden
  • bei Glasplatte:
    die (Schmuck-)Urnen sind sichtbar
  • bei Stein-/Grabplatte:
    die Nische wird verschlossen
  • Alternative zur anonymen Bestattung
  • keine Grabpflege/-bepflanzung
  • Verlängerung der Nutzung ist möglich
außerhalb traditioneller Friedhöfe  Seebeisetzung / Seebestattung
  • die Beisetzung der "seegerechten" Urne erfolgt im Meer auf offener See (außerhalb der Drei-Meilen-Zone)
  • meist vor der Nordsee- oder Ostseeküste
  • Teilnahme von (wenigen) Angehörigen) an der Beisetzungsfahrt ist i. d. R. möglich
  • Ausstellung einer Seekarte und Urkunde mit den Koordinaten der Beisetzung
  • Grabpflege entfällt inkl. der Kosten
  • Kosten sind i. d. R. kostengünstiger als für eine Bestattung auf dem Friedhof (Kosten für die Liegegebühren entfallen)
außerhalb traditioneller Friedhöfe  Streubeisetzung
  • sog. Naturbestattung
  • auf einem ausgewiesenen Aschestreufeld (Aschestreuwiese)
  • Ausstreuen der Asche (Ascheverstreuung) durch die Friedhofsverwaltung
  • Kennzeichnung der Grabstätte ist nicht möglich
außerhalb traditioneller Friedhöfe  Beisetzung im Friedhain (Friedwald)
  • sog. Naturbestattung
  • Beisetzung der (biologisch abbaubaren) Urne an den Wurzeln eines Baumes
  • Kennzeichnung des Grabes ist nicht möglich
  • dennoch Alternative zur anonymen Bestattung
  • da eine Zuordnung zu einem bestimmten Baum möglich ist
  • Pflege der Rasenfläche des Grabfeldes durch die Friedhofsverwaltung
außerhalb traditioneller Friedhöfe  Diamantbestattung   
     





ruler03.jpg

letzte Aktualisierung dieser Seite: 2007-02-13

ruler02.jpg

© Constanze Tofahrn-Lange, Wangerooge
2007 - 2007